| Teneriffa |
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Fläche |
2.057
km² |
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Geografische Lage |
Koordinate:
28° 16' 7" N, 16° 36' 20" W |
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Größte Erhebung |
3.718 |
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Einwohnerzahl |
ca.
700.000 |
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Bevölkerungsdichte |
340
Einwohner/km² |
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Hauptstadt |
Santa
Cruz de Tenerife |
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Größte Stadt |
Santa
Cruz de Tenerife |
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Feriengäste/Jahr |
4,8
Mio. |
Teneriffa
(span. Tenerife) ist die größte der Kanarischen Inseln
und gehört zu Spanien.
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Inhaltsverzeichnis
- Geographie
- 1.1
Geologie
- 1.2
Klima
- 1.3
Flora und Fauna
- 2
Geschichte
- 3
Sehenswürdigkeiten
- 4
Wirtschaft und Infrastruktur
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Geographie
Geologie
Die Insel
Teneriffa entstand vor etwa 7 bis 5 Millionen Jahren durch vulkanische
Aktivität. Die geologisch ältesten Teile der Insel sind das
Anagagebirge im äußersten Nordosten, das Tenogebirge
im Nordwesten sowie kleine Gebiete (Bandas del Sur) im
äußersten Süden.
Jünger ist
das Vulkanmassiv im Zentrum der Insel, das in der Mitte von
der weltgrößten Caldera eingenommen wird. Aus ihr erhebt sich
wiederum der höchste Berg Spaniens, der 3.718 m hohe Teide.
Nimmt man
diese Gebirgszonen zusammen, ergibt sich geographisch gesehen
ein Y.
Dass die
Insel geologisch noch sehr aktiv ist, zeigen die nachgewiesenen
Vulkanausbrüche zwischen dem Teidemassiv und dem Tenogebirge
in den Jahren 1706, 1798 und 1906.
Klima
Teneriffa
weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig
milde Temperaturen auf. Die südlich der Rossbreiten entstehenden
Nordost-Passatwinde saugen sich mit Feuchtigkeit aus dem relativ
kühlen Kanarenstrom auf und halten somit die heiße Saharaluft
fern. Diese Winde haben ihrem Ursprung im Azorenhoch, das sich
im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach
Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch
genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen.
Während sie nachtsüber von der Insel ferngehalten werden, ziehen
sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in
etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den
dortigen Loorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen
kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen
trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf der Nordseite
der Insel entscheidende Vorteile.
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Wetterdaten |
Jan |
Feb |
Mär |
Apr |
Mai |
Jun |
Jul |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
| Ø
Sonnenstunden/Tag |
5,9 |
6,6 |
7,1 |
7,7 |
8,8 |
9,8 |
10,6 |
9,8 |
8,5 |
6,9 |
5,9 |
5,5 |
| Luft
[°C] |
17,9 |
17,9 |
18,6 |
19,0 |
20,4 |
22,2 |
24,3 |
25,0 |
24,3 |
22,8 |
20,6 |
18,7 |
| Wasser
[°C] |
19 |
18 |
18 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
23 |
21 |
20 |
| Ø
Regentage |
5 |
5 |
5 |
3 |
1 |
0 |
0 |
1 |
1 |
3 |
5 |
6 |
Flora und
Fauna
Die Insel
weist eine vielfältige Vegetation auf - zahlreiche Pflanzenarten
sind nur auf den Kanaren oder sogar nur auf Teneriffa heimisch.
Die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) bildet riesige
Wälder. Im trockenen Süden der Insel sind Kakteen beheimatet.
Eine weitere charakteristische Pflanzenart ist der Kanarische
Drachenbaum - der älteste der Welt ist bei Icod de los Vinos
auf Teneriffa zu finden. Die in Deutschland als Weihnachtssterne
bekannten Pflanzen, jene die bei uns in Töpfen zum Advent gekauft
werden, wachsen in Teneriffas Norden in Wildform als riesige
Büsche. Die Strelitzie ist ein beliebtes Souvenir für Touristen.
Die Tierwelt
weist kaum Säugetiere auf - am Teide ist die Waldkatze zu Hause,
es gibt außerdem ausgewilderte Kaninchen. Raubtiere oder giftige
Schlangen hat es nie gegeben. Reich ist dagegen die Vogelwelt
- es gibt auch einige für Teneriffa und für die Kanaren typische
Arten, etwa den Teidefink oder die Wildform unseres Kanarienvogels
- den Kanarengirlitz. Auffällig sind weiter die Echsen, die
in großer Zahl auf Teneriffa vorkommen.
Eine Besonderheit
sind auch die Wale, die in großer Zahl in der bis zu 3.000 m
tiefen Meerenge zwischen Teneriffa
und Gomera anzutreffen sind. An kaum einem anderen Ort der Welt
sind in dieser relativen Küstennähe so viele Wale beheimatet.
Geschichte
Wie alle
Kanareninseln war Teneriffa ursprünglich von den Guanchen besiedelt
(Guanche bedeutet in der gleichnamigen Sprache Mann/Mensch
aus Teneriffa). Als mächtigster Guanchenhäuptling auf Teneriffa
gilt Tinerfe, der im 15. Jahrhundert lebte. Nach seinem Tod
wurde die Insel unter seinen neun Söhnen aufgeteilt. Sie regierten
während der Ankunft der ersten Spanier.
Nachdem
die Insel den Europäern seit dem 14. Jahrhundert bekannt war,
wurde sie 1496 nach dem Sieg bei La Laguna als letzte Kanareninsel
von den Spaniern erobert. Von nun an bildete sie einen wichtigen
Stützpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Spanien und seinen amerikanischen
Kolonien.
Eine Blütezeit
erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten
wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte
sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen
Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert
zu Reformen kam.
Die ersten
Jahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden
Radikalisierung. 1936 startete der General Franco seinen Putsch
von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa
nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter
der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren seinerzeit
Bananen für das Festland.
Nach der
Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen
Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer
mehr an Bedeutung.
Sehenswürdigkeiten
- Altstadt
von La Laguna (Weltkulturerbe der UNESCO)
- Altstadt
von La Orotava
- Orotava-Tal
- Kraterlandschaft
des Teide
- Mercedeswald
im Anaga-Gebirge
- Tal von
Masca
- Felsen
von Los Gigantes
- Barranco
del Infierno
- Drachenbaum
von Icod de los Vinos
- Pyramiden
von Güímar
- Loro
Park unter anderem mit der größten Papageiensammlung der Welt
Wirtschaft
und Infrastruktur
Teneriffa
ist eine typische Urlaubsinsel, folglich sind auch die Wirtschaft
und die Infrastruktur überwiegend auf den Tourismus eingestellt.
1885 besuchten zum ersten Mal 350 Touristen aus England die
Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und
2001 waren es 4,8 Millionen. Der Fremdenverkehr konzentriert
sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den
Süden bei Los Cristianos. In der Landwirtschaft werden Kartoffeln,
Bananen, Tomaten und Wein angebaut.
Die Autobahnen
führen von der Hauptstadt Santa Cruz in die Ferienzentren Puerto
de la Cruz sowie Los Cristianos und Playa de las Americas.
Es gibt
zwei Flughäfen - den Flughafen Teneriffa Nord bei La Laguna
in der Nähe von Santa Cruz sowie den Flughafen Teneriffa Süd
im Süden der Insel; dieser ist von den wichtigsten Badeorten
sehr schnell erreichbar.
Als billigste
Verkehrsmittel gelten die Linienbusse (Hunde verboten), die
fast jede Ortschaft auf der Insel anlaufen. Taxen sind relativ
preisguenstig (Hunde in Transporttaschen werden akzeptiert).
Drei Eisenbahnlinien
sollen bis 2006 fertiggestellt werden, und zwar von Santa Cruz
zum Nordflughafen, zum Südflughafen und nach San Andrés.