Auf
den Kanarischen Inseln kommen die Natur- und Pflanzenfreunde
voll und ganz auf Ihre Kosten. So überwältigend ist
die Vielfalt der Pflanzen,
Bäume und Blumen. Die Farbenpracht zieht
einen ganz in ihren Bann. Hier auf den Kanaren wächst zum Teil,
was man in Deutschland mit viel Sorgfalt im Wohnzimmer hegt
und pflegt.
Auf Teneriffa findet man z. B. folgende Pflanzen.
In verschiedene Formen geschnittene meterhohe Birkenfeigen.
Riesige schatten spendende Lorbeerbäume.
wunderschöne große Gummibäume, und Pfefferbäume
mit ihrer rosafarbenen Pfeffer, Palmen in allen verschiedenen
Varianten. Auf teneriffa gibt es auch die bei uns bekannten
Oleander und Strelitzien als Hecken und Umzäunung, Kakteen
in reichlicher Vielfalt. Die Blumen leuchten in v ersch. Farben
und die Bouganvilla leuchtet auch in versch. Farben und Größen.
Auf der Kanaren Insel Teneriffa ist auch der
Teidenatternkopf, auch Tajinaste genannt, besonders zu erwähnen.
Weiterhin gibt es das auch das Teideveilchen welches mit dem
Teidenatterkopf zu den absoluten
Highlights in der Pflanzenwelt auf Teneriffa zählt. Gerade
im Mai und Juni blühen diese Pflanzen besonders schön. Beide
Arten wachsen im Teide Nationalpark. Die Blütezeit wird durch
die klimatischen Begebenheiten beeinflusst. Besonders wenn
der Winter sehr regenreich war, dann ist mit einer großer
Blütenvielfalt zu rechnen. Der weiß- bis rosafarbene Retama
zieht einen auch in seinen Bann. Das besondere an ihm ist sein
Aussehen und sein feiner süßlicher
Duft.
Im
Februar beginnt auf den Kanaren die Mandelblüte. Dann gibt
es dafür extra geführte Wanderungen durch die Gebiete der Mandelbäume.
Die besondere, geographische Lage der 7 kanarischen
Inseln, Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, La
Gomera, El Hierro und Teneriffa ermöglicht die Erhaltung
tropischer und subtropischer Vegetation.
Im
Westen von Teneriffa gibt es eine üppige
Vegetation auf, die durch die Passate (dies sind die feuchten,
kühlen Ost- und Nordostwinde) gefördert wird. Durch
diese Passatwinde in den Höhen von 300 - 1500 m sind diese Winde
besonders spürbar. In diesen Höhenlagen herrscht ein besonders
trockenes Klima. Die Sommer können sehr heiß werden und der Winter
kann wiederum sehr streng sein. Der teide Nationalpark kann je
nach Jahreszeit aufgrund der Wetterlage geschlossen sein. Bitte
immer vorher informieren!!! Hier kann es durchaus mal Glatteis
und Schnee geben. Oder auch wegen einem Feuer kann der Nationalpark
geschlossen werden.
Der Osten von Teneriffa liegt Richtung Afrika und wird durch
die heißen und trockenen Saharawinde beeinflußt.
Aufgrund
der extremen klimatischen Kontraste ist diese biologischen
Vielfalt erst möglich. Auf den Kanaren wurden zahlreiche
Lebensräume oder Ökosysteme mit jeweils typischen
Pflanzenarten festgestellt.
Besonders in den Küstengebieten von Teneriffa ist der Lebensraum
für Stauden- und Halbstrauchgewächse. Diese haben
eine Größe von 30-100 cm. Saftreiche Pflanzen wie die Sukkulenten,
die gerne Wasser speichern trifft man an den Küsten auch an.
Das
trockene Habitat erstreckt sich auf eine Höhe von ca. 700m
an den Küstenregionen entlang. Mit einem ganzjährigen
Klima von Durchschnittlich 20 Grad gibt es hier schon fast
Steppenklima. Hier
findet man sukkulente Stauden, Euphorbien (Wolfsmilchgewächse).
Die Häufigste ist die Euphorbia canariensis.
Die
feuchten Gebirgsgegenden der Lorbeerwälder wachsen in eine
Höhe von
500 - 1500m an den Nordwestausläufern. Die höhe kann aber
variieren. Im Anagagebirge gehen die Lorbeerwälder bis auf
eine Höhe von 100m runter. An den Gebirgsausläufern bilden
die Passatwinde ganzjährig eine Nebelschicht. Die immergrünen
Bäume werden durch dieses optimale Klima beim Wachstum besonders
gefördert. Hier trifft man auch die unterschiedlichsten Pflanzen
an.
Auf
eine Höhe von ca. 1000 - 2000m liegt der Lebensraum der Kanarischen
Kiefer (Pinus canariensis). In diesen Kiefernwäldern kommen
auch wieder die Staudengewächse vor. Das ist der Lebensraum
für eine Vielzahl von Vogelarten, wie
z.B. den Teide-Buntspecht und den Teide-Buchfink.
Das
Hochgebirge beginnt oberhalb von ca. 2300m. Dort hört auch
die eigentliche Bewaldung auf. Hier
herrscht im Sommer heiße Dürre und im Winter Kälte
mit Schnee und Frost. Das ist der Lebensraum von Stauden-,
Strauch- und Halbstrauchgewächse, wie z.B. den Retama
(Ginster), die Tajinaste (Teide-Natternkopf), die Margarite
vom Teide. Oberhalb von 2500m trifft man wieder das
Teideveilchen an. Durch den bau der Seilbahn auf dem Pico del
Teide ist es leider etwas seltener geworden.
Für
das Felsige Habitat sind die Pflanzengemeinschaften,
sogenannte Zönosen, mit Spezien der Gattungen Aeonium
und Grenowia typisch. Sie gehören zur Familie der Dickblattgewächse.
Diese Zönosen findet man auf den Naturfelsen. Man kann
sie auch auf künstlichen, zementlosen, Strukturen bewundern.

Am Rand von Urbanisationen oder brachliegendem Nutzland und
innerhalb von versch. Vegetationszonen kann man auch Zönosen
finden. Das liegt meist an dem vorkommen von organischen Stoffen,
durch diese werden der Stickstoffgehalt in den Böden gefördert.
Hier trifft man auch auf
Kaktusfeigen, Rhizinus, Nicotiana glauca.
Das
künstliche Habitat sind die Blumenbeete, Parks, Gärten, Grünanlagen. Eigentlich alles was durch
den Menschen beeinflusst wurde. Die versch. Tropenpflanzen gibt
es auf den Kanaren weil die Inseln günstig zwischen Lateinamerika
und Europa liegen. Aus den verschiedensten Ländern kommen die
Pflanzen. Z. B Südamerika, Südafrika, Madagaskar, Australien,
Indien und Südostasien
Auf den Kanarischen Inseln sollte man sich auf keinen Fall
diese Pflanzenpracht entgehen lassen. Es lohnt sich.
Quelle: sonniges-teneriffa.de