Gran
Canaria
Der
Süden von Gran Canaria
Der Süden
von Gran Canaria ist eines der größten Urlaubsgebiete
von Europa. Der Grund sind vor allem die Strände (allen voran
der Superstrand von Playa de Inges und Maspalomas) und das Klima.
Im Süden von Gran Canaria herrscht 12 Monate im Jahr Urlaubswetter.
Dementsprechend ist die Haupturlaubszeit der Winter. Während
es selbst in Südeuropa kühl und regnerisch ist, kann
man sich hier über Sonne und Temperaturen um 25 freuen. Im
Sommer (Juni bis September) ist wesentlich weniger los, das Klima
ist natürlich auch dann hervorragend. Es regnet das ganze
Jahr so gut wie nie, die Landschaft ist wüstenhaft.
Maspalomas
/Playa de Ingles: Die beiden zusammengewachsenen Orte sind in
den letzten 30 Jahren entstanden. Mehrere 100 Hotels, Restaurants,
Kneipen, Läden, Shopping-Center, Diskotheken usw. sind ausschließlich
für den Tourismus gebaut worden. 99% sind Pauschaltouristen,
Individualtouristen gibt es kaum. Trotz der vielen Hotels und
Apartments ist es kaum möglich vor Ort ein billiges Zimmer
zu finden. Wer es doch versucht sollte es nördlich der Schnellstraße
in San Fernando versuchen. Hier leben die Einheimischen, die in
dem Touristenzentrum arbeiten. Billig und akzeptabel ist die Pension
Alvarez. Dort kostet ein Zimmer 20-25 Euro am Tag. Wer sich längerfristig
einmietet, sollte mit Preisen um 12 Euro am Tag rechnen (vor allem
im Sommer). Längerfristige Mietwohnungen (auch Apartments)
sind allgemein teuer. Unter 500 Euro mit Nebenkosten ist kaum
etwas zu finden. Langfristmieter ohne große Brieftasche
sollten es auch in San Fernando versuchen. Busse: Davon gibt es
im Süden keinen Mangel. Die Touristenorte sind tagsüber
mindestens alle 20 Minuten mit Bussen untereinander verbunden,
Nachtbusse fahren stündlich. Auch in Hauptstadt und zum Flughafen
gibt es auch genug Busse. Will man diese Hauptstrecken benutzen
braucht man kaum einen Fahrplan. Man stellt sich einfach an eine
Haltestelle und wird kaum länger als 15 Minuten warten müssen.
Von Südwesten in den Norden entlang der Westküste ist
allerdings schwierig. Es gibt nur 2-3 Busse am Tag und man muß
in San Nicolas umsteigen. Die wenige Busse in den Norden fahren
in Puerto de Mogan ab.
Der
Norden von Gran Canaria
Anders als
im Süden gibt es im Norden kaum Tourismus. Das Wetter ist
regnerischer und windiger als im Süden, die Landschaft ist
grüner und abwechsungsreicher. Viele Einwohner leben von
der Landwirtschaft, vor allem sieht man überall Bananenplantagen.
Galdar
/Guia: Galdar ist die größte Stadt im Norden von Gran
Canaria. Das Leben ist kanarisch geblieben, von den großen
Touristenzentren im Süden bekommt man hier nicht viel mit.
Puerto
de Las Nieves:
Im kleinen Hafenort fahren die großen Fähren in das
nahe Teneriffa ab. Es gibt einige gute Fischrestaurants, Pensionen
und Apartmentanlagen. Im Moment wird viel gebaut. Der Ort zieht
vor allem Deutsche an, die Ruhe und Einfachheit suchen. Busse:
Fahren auch im Norden sehr häufig. Von Las Palmas erreicht
man alle oben beschriebenen Orte mindestens halbstündlich.
Der Busbahnhof von Galdar ist die große Umsteigestation
im Norden.
Puerto
de Mogan
Der Ort im
Südwesten Gran Canarias ist immer noch ein schöner Urlaubsort.
Der Fischerort hat seine kleine Altstadt mit kleinen, malerischen
Gassen erhalten. In den 90er Jahren wurde der Ort architektonisch
gelungen touristisch erweitert. Man hat sich hier erfolgreich
gegen Hochhaushotels und Großapartmentanlagen gewehrt. Leider
habe ich bei meinem Besuch im Sommer 2005 feststellen müssen,
daß dies nicht mehr ganz so ist. Auch hier kann man den
Verlockungen des großen Geldes nicht mehr widerstehen. Es
werden im Moment große Touristenanlagen hinter dem alten
Dorf gebaut. Dennoch ist Puerto de Mogan wohl der schönste
Touristenort auf der Insel. Man hat immer noch den Eindruck, daß
man hier die Herausforderungen des modernen Tourismus besser versteht
als in den anderen Touristenorten der Südküste. Der
Strand neben dem Hafen ist schön und gut gepflegt.
Übernachten:
sollte man in den einfachen Pensionen der Einheimischen. Gut und
sehr günstig ist die Pension Eva an der Einfallstraße.
Man fährt mit dem Bus oder Auto vorbei wenn man in Puerto
de Mogan ankommt. Ein Doppelzimmer kostet hier unter 20 Euro.
Wenn Eva voll ist, kann hier einem weitergeholfen werden ein anderes
günstiges Zimmer zu finden. Im Zentrum sind die Zimmer etwas
teurer. Ein nettes Apartment mit Küche für 30 Euro sollte
außerhalb der absoluten Hauptsaison in Puerto de Mogan immer
zu finden sein. Busse: Die Linie 01 verbindet Puerto de Mogan
mit den anderen Urlaubsorten entlang der Südküste und
der Hauptstadt Las Palmas tagsüber mehrmals stündlich.
Die Fahrt in die Hauptstadt dauert etwa 2 Stunden. Weiter in den
Norden mit dem Bus zu kommen ist schwieriger: Der Linienbus 38
nach San Nicolas fährt nur 2 mal täglich.
Fähre:
Es fahren Fähren die Südküste entlang nach Arguineguin
(etwa 15 Euro) über Puerto Rico. Die Fähren sind ausschließlich
für Touristen gedacht, die einen Bootsausflug machen wollen.
Die Fahrt mit dem Bus ist wesentlich billiger und interessanter.
Puerto de Mogan
ist ein Hafenort
im Süden der Insel Gran Canaria. Der Ort hat sich um den
Hafen von Mogán gebildet. Wer fernab der Touristenmetropolen
einen ruhigen Platz zum Erholen sucht, ist hier genau richtig!
Leider wurde auch hier in den letzten Jahren sehr viel gebaut.
Man gibt sich aber Mühe, den Charme von "Klein Venedig",
wie Puerto de Mogan oft genannt wird zu erhalten!
Die Regierung
von Gran Canaria hat verboten direkt in Puerto de Mogan Häuser
zu bauen, die mehr als zwei Stockwerke hoch sind. Damit sollte
der Ruf beibehalten werden, Puerto de Mogan sei ein malerisches
Fischerdorf, das in seinem Ursprung trotz Tourismus weitgehend
erhalten geblieben ist.
Aus Puerto
Rico und Arguinegin legen im schnellen Takt Fährschiffe an,
der künstliche Hafen steht voll mit Luxus-Booten und rund
um den Hafen wird in den Restaurants fast nur Fast-Food angeboten.
Auch der freitägliche Markt ist auf Touristen abgestimmt.
Direkt neben Puerto de Mogan hat man einen künstlichen Strand
angelegt, um den man relativ dezente Hotelanlagen gebaut hat.
Den Namen "Klein Venedig" hat Puerto de Mogan von den
zahlreichen Kanälen, die vom Hafen in den Ort führen
bekommen. Auch die zahlreichen kleinen Gassen, die sich durch
den Ort ziehen, tragen zu dem Erscheinungsbild bei.
Von
Las Palmas aus fährt man die Autobahn nach Süden, die
in Puerto Rico endet und dann weiter die Küstenstraße
Richtung Westen. Nach einigen Kilometern erreicht man Puerto de
Mogan. Oder man benutzt die angesprochenen Fährverbindungen.
Arguineguín
oder Arguinegin
(in der Sprache der Guanchen "Stilles Wasser") ist eine
Ortschaft auf Gran Canaria, Spanien. Der Ort liegt an der Autobahn
südlich von Las Palmas an der Südküste der Insel
zwischen den Orten Maspalomas und Puerto Rico. Zwar hat Arguinegin
auch einen Strand und einen Yachthafen, allerdings ist der Tourismus
hier noch nicht so ausgeprägt wie in den genannten Nachbarorten.
Wahrzeichen
von Arguinegin ist eine riesige Zementfabrik, die an der Küste
errichtet wurde und von weit her zu erkennen ist. Der Alltag spielt
sich meistens im Hafen ab, von dort fahren Schiffe nach Puerto
de Mogan und Puerto Rico. Hier liegen auch die Docks und in den
angrenzenden Hallen werden die gefangenen Fische verarbeitet.
Der Fußballspieler
Juan Carlos Valerón stammt aus dieser Stadt.
Gran Canaria vereinigt einen enormen natürlichen Reichtum,
in dem ihre vielzähligen hauptsächlich weißen
Strände hervorragen, von denen einige einzigartig auf der
ganzen Welt sind. Etwa 60 km der 236 km langen Küste von
Gran Canaria sind Strände verschiedenster Art; vom beeindruk-kenden
Strand von Maspalomas, mit seiner 250 Hektar großen Dünen-landschaft
über den geheimen und unberührten Strand von Güigüi,
bis zum belebten Strand Las Canteras an der Küste der Hauptstadt
(Las Palmas de Gran Canaria).
Das milde Klima und die angenehmen Wassertemperaturen (zwischen
18 Grad in den Wintermonaten und 22 Grad im Rest des Jahres) erlauben
die Strandbenutzung das ganze Jahr hindurch.
Außerdem bestechen die Strände durch die Klarheit des
Wassers, ihre Sauberkeit und ihre Ausstattung. Insgesamt sind
150 der Strände und Buchten vom Umweltschutzministerium (Ministerio
de Medio Ambiente) katalogisiert, von denen 50 über eine
Ausstattung (Duschen, Parkplätze, etc.) verfügen. Die
restlichen Strände verfügen über keine Ausstattung
und sind teilweise schwierig zu erreichen, aber gerade das macht
ihre Schönheit und ihren Reiz aus. Allerdings werden einige
aufgrund stärker Strömungen nicht zum Baden empfohlen.
Die Insel zählt etwa 50 FKK- Strände.
Außer den Stränden weist Gran Canaria noch andere natürliche
Quellen auf, die die Insel in einen idealen Ort verwandeln, um
den Kontakt mit der Natur zu genießen. Dabei bietet sich
ein breit gefächertes Angebot: Spaziergänge in schönen
Ecken, Abenteuersport ausüben oder die Entdeckung von hunderten
von endemischen Tieren und Pflanzen. Das Landesinnere der Insel
präsentiert Landschaften mit verschiedenen Ökosystemen.
Die Gebirge Gran Canarias, die auf einen vulkanischen Ursprung
zurück zu führen sind, weisen bei ihrer Beschreibung
eine konische Form auf, die durch eine Achse formiert aus dem
Schluchten von Tirajana und von Agaete geteilt sind. Aufgrund
dieser Achse besteht der große Unterschied zwischen dem
Norden und dem Süden der Insel. Vielzählige Schluchten
durchfurchen das Zentrum der Insel in abfallender Richtung. Diese
charakteristische Eigenschaft, die komplizierte Ge-birgsbeschreibung
und die Bergkette von Los Pechos, die vom Nordosten bis Südosten
der Insel verläuft, verleiht der Insel seine große
klimatische Varietät und die Heterogenität der eingeschlossenen
Ökosysteme.
Fast 43% der Hache Gran Canarias, mit anderen Worten 66.571 Hektar
Land, ist Naturschutzgebiet. Das bedeutet, dass es ungefähr
1.000 m² Naturschutzgebiet pro Einwohner gibt.
Vor diesem Hintergrund hat sich ein ländliches Tourismusangebot
entwickelt, das jahrhundertealte und renovierte Landhäuser
einbezieht. In diesem Umfeld wird ein breit gefächertes Freizeitangebot
ermöglicht, das von Abenteuersportarten, wie zum Beispiel
Klettern, bis zum Wandern reicht. Die Wege, die Teil des historischen
Erbes der Insel sind, wurden wieder für den Wanderverkehr
hergerichtet.
Golf
Der Golftourismus kann auf der Insel ideal in Szene gesetzt werden.
Das Klima und die daraus resultierende Möglichkeit 365 Tage
im Jahr zu spielen ist ein bedeutender Vorteil im Vergleich zu
anderen Orten der Welt an denen man Golf spielen kann.
Die Insel eröffnete 1891 den allerersten Golfplatz Spaniens
in dem Stadtteil Escaleritas in Las Palmas de Gran Canaria, ab
1957 in Bandama und nahm in diesem Bereich eine Art Pioniersfunktion
ein. Die ersten Mietglieder des ältesten Golfclubs in Spanien
(heute Real Club de Golf de Las Palmas) gehörten der englischen
Kolonie auf Gran Canaria an. Hier zeigt sich der bedeutende britische
Einfluss auf den Tourismus der Insel.
Trotz der Pioniersfunktion bei der Einführung dieser Sportart
hat sich die Infrastruktur für den touristischen Bedarf erst
spät entwickelt. Das breite Angebot, das sich erst seit kurzer
Zeit den Golfspielen bietet, bringt den entscheidenden Vorteil
mit sich, dass es viele moderne Anlagen entstanden sind, die an
die anspruchsvollsten Golfspieler angepasst wurden. Hinzu kommt
der umschlagbare Preisvorteil der Golfplätze, der sich unterhalb
des Nebensaison (Mai bis September) beträgt der Preis für
green fee auf den Feldern mit 18 Löchern etwa 50 Euros, für
den Rest des Jahres 70 Euros.
Entspann Dich und lass dich verwöhnen
Der "Genesungsaufenthalt" ist einer der ältesten
Tourismusarten auf der Welt. Die ersten Touristen, die, - in der
zweiten Hälfte des XIX Jahrhunderts- mehr oder weniger auf
organisierte Weise Gran Canaria besuchten waren Lungen-, Magen-
und Nervenkranke, die dem guten Ruf der Insel als Ort der Wunderheilungen
und den Empfehlungen der Hausärzte nachkamen, die das gute
Klima und die Heilwässer von Gran Canaria anpriesen.
Heutzutage genießt Gran Canaria noch immer ein Renommee
als Erholungs- und Entspannungsort und bietet dafür, als
Alternative zum konventionellen Tourismus, vielfältige Möglichkeiten
für die Behandlung verschiedener Leiden oder einfach die
Gelegenheit einmal so richtig auszuspannen und sich verwöhnen
zu lassen.
Auf der Insel befinden sich Kurorte, deren mineralreiche und mit
Meereswasser angereicherte Gewässer, geeignet für verschiedene
Behandlungen, wie z.B.: chronischer Rheumatismus, schwärende
Verletzungen, Hautkrankheiten, Knochenkrankheiten sind. Ebenso
können Ermüdungserscheinungen und Stress behandelt bzw.
abgebaut werden.
Überall in diesen Wellnesscentern und Kurorten bietet man
alle möglichen Heilverfahren und Leistungen - von Algen,
Schlammbad, Salzbad, über Aroma-, Hydro-, Thalasso-, Thermo-
und Reflextherapie, Lymphdränage, Vichydusche, Whirlpool,
Türkisches Bad, Sauna und vieles mehr.
Ferienziel für die ganze Familie
Gran Canaria ist ein Ferienziel für die ganze Familie, wo
die Kleinsten über ein breit gefächertes Angebot verfügen.
Es gibt Einrichtungen, die Spaß und Erlebnisse in den Vordergrund
stellen, aber auch zum Kontakt mit der vielfaltigen Natur anregen
sollen.
Die Insel hat unzählige sichere Strände zum Baden, die
mit Spielplätzen ausgestattet sind, auf denen die Kleinen
abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten vorfinden. Außerdem
verfügt sie über spezielle Einrichtungen, wie zum Beispiel:
Wasser-, Themen-, Vergnügungsparks, Spielsäle, öffentliche
Parks mit Spielgeräten, die für alle Altersstufen der
Kinder vorgesehen sind. Hinzu gibt es auf der Insel verschiedene
Parks, Unterhaltungszentren und Bereiche, in denen die Kinder
unter Einbeziehung der Natur lernen und gleichzeitig Spaß
haben können.
Ein weiterer Vorteil ür Familien mit Kindern sind die zahllosen
Einrichtungen vom Typ Bungalow, mit ein oder zwei Schlafzimmern,
Salon, Küche und Bad und hübschen privaten Gärten,
wo die ganze Familie sich wie zu Hause fühlen kann und manchmal
sogar mit allen Dienstleistungen eines Hotels verwöhnt wird.
Die meisten Hotels uns sonstigen Einrichtungen der Insel bieten
eine Kinderbetreuun mit geschultem Personal und Miniclubs an,
die ein abwechslungsreiches Programm für ihre Gäste
ausgearbeitet haben.
Ein Mekka für Meeresliebhaber
Gran Canaria ist ein authentisches Paradies für alle Liebhaber
des Meeres und des Wassersports. Diese Tatsache spiegelt sich
in der hohen Anzahl der Weltmeister in verschiedenen Segelsportdisziplinen
wider. Hinzu kommen sechs Goldmedaillengewinner bei den Olympischen
Spielen: Jose Luis Doreste, Luis Doreste, Roberto Molina, Patricia
Guerra, Domingo Manrique de Lara y Fernando Leon.; und der 13
malige Weltmeister im Windsurfen, Björn Dunkerbeck. Die milde
Wassertemperatur (zwischen 18 Grad im Winter und 22 Grad im Rest
des Jahres), die Wassersportanlagen und -häfen und die Meeres-
und Windbedingungen bieten optimale Voraussetzungen, um das ganze
Jahr verschiedene Wassersportarten betreiben zu können. Aufgrund
der Meeresströmungen gibt es große wunderschöne
Fischschwärme in der Nähe der Küste und in den
Meerestiefen. Um diese von der Natur gegebenen guten Bedingungen
ausnutzen zu können, entwickelte man entlang der 236 Km langen
Küste eine vollständige Infrastruktur und Serviceangebote
allgemeiner oder spezieller Art für die verschiedensten Wassersportarten.
Fast überall auf der Insel gibt es Firmen, Clubs, Vereine
oder Wassersporthäfen, damit die Sportfreunde ihrem Wunsch
nach Aktivitäten im kristallklaren und tiefblauen Meereswasser
das ganze Jahr über nachkommen können.
Quelle: La Gaceta de Canarias
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Gran Canaria - Städte und Sehenswürdigkeiten
Neben den traumhaften Stränden auf Gran Canaria hat die Insel
auch an malerischen Städten und beachtlichen Kunstwerken
etwas zu bieten. Die größte Stadt und zugleich Hauptstadt
der Insel ist Las Palmas. Hier befindet sich zudem auch einer
der wichtigsten Häfen des Atlantik. Im Jahr 1478 wurde die
Stadt von Königin Isabella der Katholischen gegründet
. Bis heute ist der historische Stadtkern erhalten geblieben.
Las Palmas beschreibt sich selbst als "originelle Stadt".
Sie verfügt über eine eigenständige Architektur,
die mit ihren bunt bemalten Häusern dem typisch kanarischen
Stil entspricht. Das Vegueta genannte Viertel -das älteste
von Gran Canaria- besticht durch seinen Strassen mit Natursteinpflaster
sowie die zahlreichen herrschaftlichen Bauten, die deutlich durch
den lateinamerikanischen Kolonialstil beeinflusst wurden.
Im gleichen Viertel stößt man auch
auf die Kathedrale der Hauptstadt, die sich am Platz Santa Ana
befindet. Man begann ihren Bau 1497, der erste Gottesdienst nach
der Fertigstellung konnte jedoch erst im Jahr 1570 abgehalten
werden. Das Innere der Kathedrale entspricht dem gotischen Stil,
wobei vor allem die drei Kirchenschiffe zu beachten sind. Als
architektonisches Meisterwerk wird das Gewölbe der Krypta
angesehen, die sich unter dem Hochaltar befindet. Im Innenhof
des Gotteshauses liegt der Patio de los Naranjos: der Orangengarten,
den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Im Besitz der Kathedrale befinden sich außerdem
vielfältige Kunstschätze, welche sich entweder in der
Kirche selbst oder aber im Diözesanmuseum besichtigen lassen.
Das Museum wurde 1984 eingeweiht und beherbergt eine Reihe von
interessanten Gemälden und Goldschmiedearbeiten, die Aufschluss
über die sakrale Kunstgeschichte der Insel geben.
Ein absolutes Muss bei einer Besichtigungstour
der Hauptstadt ist das Kolumbushaus. Es ist ein brillantes Bauwerk
der herrschaftlichen Architektur. Zeitweise war es Wohnsitz der
Gouverneure und des Vogts und es ist überliefert das der
Entdecker Kolumbus hier übernachtete bevor er zu seiner Expedition
nach Amerika aufbrach.Heute werden hier Dokumente und Gegenstände
aufbewahrt, die bezeugen, welche Rolle die kanarischen Inseln
bei der Entdeckung Amerikas spielten.
Die Atmosphäre der Hauptstadt ist fröhlich
und lebendig, und zeugt von einer Bevölkerung mit südländischem
Temperament. Der mediterrane Charakter kommt vor allem um den
Canteras Strand zur Geltung. Eine Promenade voll von Licht und
Leben, welche die Stadt mit dem Meer verbindet und wo man noch
bis spät in die Nacht hinein flanieren kann. Das kulturelle
Angebot der Stadt mit seiner hervorragenden Gastronomie und viele
folkloristische Feierlichkeiten runden einen Besuch ab.
Im Landesinneren dagegen lässt sich eher
der Charme der ländlichen Architektur erkunden. Als einer
der schönsten Orte in den grünen Regionen der Berge
wird Teror angesehen. Hierhin pilgern die Inselbewohner, um vor
dem Hauptaltar der Basilika die Virgen del Pino - die Jungfrau
der Pinie- zu verehren. Weitere schöne Städte sind Fataga
und Santa Lucía, deren Gebäude sich in strahlendem
Weiß inmitten der Palmenhaine erheben, die von den hohen
Felsmassiven umgeben sind.
An den Hängen der Gebirgen gibt es zahllose
malerische Bergdörfer zu entdecken, in denen das Leben größtenteils
noch in seiner ursprünglichen, traditionellen Form verläuft
und vom Tourismus unberührt blieb.
Besonders hervorzuheben sind noch die Städte
Telde und Galdar, die beide einst die Hauptstädte von Königreichen
waren, bevor die Spanier die Kanaren eroberten. Telde ist die
zweitgrößte Stadt der Insel, und in seinem historisch
Viertel San Fransisco scheint die Zeit still zu stehen. In den
verschlungenen Gassen mit ihrem Kopfsteinpflaster fühlt man
sich schnell in vergangene Jahrhunderte zurück versetzt.
Interessant ist hier ein Besuch des Museum León
y Castillo, in dem die Arbeiten spanischer Künstler zu sehen
sind. Telde ist auch Ausgrabungsort archäologischer Schätze
von großer Bedeutung.
" Der malerische Fischerort Puerto de Mogan
" Die
Dünen von Maspalomas
" Palmitos
Park - Paradiesischer Palmen- und Vogelpark
" Der
Trinkwasser-Staudamm im Barranco oberhalb von Maspalomas im Hinterland
" Das
"Cruz de Tejeda", ein Aussichtspunkt am Gipfel mit Blick
zum "Pico de Teide"
" Der
Banana Park Maspalomas, typisch kanarischer Bauernhof (Finca)
" Felsnadel
Dedo de Dios (Finger Gottes) in Puerto de las Nieves
" Cenebio
de Valerón, über 290 Höhlen, die von den Ureinwohnern
in den Tuffstein gehauen wurden
" Botanischer
Garten Jardin Canario in Tafira Alta
"
Der 80m hohe Monolith, Roque Nublo
Quelle: pairola-media
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Gran Canaria wird zum Weltreservat der
Biosphäre
Die Insel Gran Canaria wurde vergangenen Juni zum Weltreservat
der Biosphäre deklariert. Nach dieser Deklaration ist die
Insel Gran Canaria nunmehr ein Teil des Netzes, das sich derzeitig
aus 482 Reservaten in 102 Ländern zusammensetzt. Das Programm
ist von der UNESCO mit dem Ziel geschaffen worden, die Natur zu
erhalten und die sozialwirtschaftliche Entwicklung der lokalen
Ortschaften anzutreiben. Das weltweite Netz der Reservate der
Biosphäre, dem Gran Canaria von nun an ebenfalls angeschlossen
ist, konzentriert seine Ziele auf die rationelle Verwaltung der
natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig unterstützt das
Reservat der Biosphäre die Forschung und den Informationsaustausch
zwischen den Mitgliedern, um die biologische Vielfalt auf internationaler
Ebene zu erhalten.
Die Deklarierung eines Teils der Insel Gran Canaria zum Reservat
der Biosphäre bringt ein auf die Umwelt bezogenes Gütesiegel
mit sich, das gleichzeitig für Prestige und eine nach außen
hin gerichtete Projektion spricht: Diese Elemente zeigen sich
heute als vorrangig in einer Wirtschaft, die einen Teil ihrer
Grundlage im Tourismus findet. Zudem repräsentiert sie wichtige
Vorteile für die Einwohner des Gebietes, da die Möglichkeit
besteht, neue sozialwirtschaftliche Entwicklungsprojekte anzugehen
und den Erhalt von Ressourcen zu erleichtern.
Die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre kommt keinem
höheren Schutzgrad gleich, als dem, den das Umfeld im Rahmen
der gültigen Rechtsprechung hat, und ermöglicht es,
den Umweltschutz mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung
in Einklang zu bringen. Zu den Zielen zählt die Stimulierung
und Förderung von neuen wirtschaftlichen Aktivitäten.
Auf der anderen Seite stellt die UNESCO einige Kriterien auf,
über die man die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre
erreicht. Das Gebiet muss über ein Mosaik aus ökologischen
und anthropogischen Systemen verfügen und Konservierungsmittel
dieser biologischen Vielfalt aufweisen. Zudem wird das geografische
Gebiet in Kernzonen aufgeteilt, die kaum gestörte Ökosysteme
unter gesetzlichen Schutz umfassen. Die Pufferzone umhüllt
und schützt die Kernzone, und die äußeren Übergangszonen
sind Stellen, an denen Modelle gefördert werden, die Ressourcen
sinnvoll verwalten sollen. Diese Parameter verfolgen die Schaffung
eines Verwaltungsplans zur Nutzung der Ressourcen und der menschlichen
Aktivitäten in seiner Rolle als Reservat der Biosphäre.
Gleichzeitig werden zu seinem Schutz Programme für Forschungsarbeiten,
umweltbedingten Erziehung und zur Anwendung von Methoden der nachhaltigen
Entwicklung ausgearbeitet. Die landschaftlichen Werte von Gran
Canaria werden verwaltungstechnisch im Netz der natürlichen
Gegenden festgelegt.
Basierend auf den Kriterien ökologischer Bedeutung und territorialer
Kontinuität schlägt die Regierung von Gran Canaria über
den Rat für Umwelt und Gewässer, der dem Inselrat José
Jiménez Suárez vorsteht, eine territoriale Auswahl
entsprechend der vom internationalen Programm Der Mensch und die
Biosphäre (MaB) aufgestellten Gebietsaufteilung vor. Die
vorgeschlagenen Gebiete repräsentieren am besten die biologische
Vielfalt der Insel. Was man mit der Deklarierung zum Reservat
der Biosphäre erreichen möchte, ist eine internationale
Anerkennung der umweltbedingten Merkmale.
Gebietsaufteilung:
In Hinblick auf die Gebietsaufteilung, geht es zum einen um die
Kernzonen, die sich aus dem Integralen Naturreservat Inagua in
den Gemeinden Tejeda, Mogán und San Nicolás de Tolentino,
dem Sonderreservat Güi-Güi in der Gemeinde San Nicolás
de Tolentino, dem Naturpark Tamadaba in den Gemeinden Agaete,
Artenara und San Nicolás de Tolentino, dem Naturpark Pilancones
in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana und dem Naturmonument
Risco de Tirajana in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana
zusammen setzen.
Die Pufferzonen setzen sich aus dem Landpark Nublo zwischen den
Gemeinden Artenara, San Nicolás de Tolentino, Tejeda, Vega
de San Mateo, Mogán und San Bartolomé de Tirajana,
dem Naturmonument Roque Nublo in der Gemeinde Tejeda, dem Naturmonument
Tauro in der Gemeinde Mogán und dem Ort von Gemeinschaftsinteresse
Amurga zusammen. Gleichzeitig beherbergen die Übergangszonen
ein Gebiet, das sich aus dem Naturschutzgebiet Las Cumbres zwischen
den Gemeinden Gáldar, Santa María de Guía,
Moya, Valleseco und Vega de San Mateo sowie einem Einzugsgebiet
entlang des Naturparks Pilancones und einem Seegebiet entlang
des westlichen Küstenstreifens zwischen dem Strand von Mogán
und dem Strand La Aldea zusammensetzt.
In Hinblick auf die von MaB gestellte Anforderung der Erhaltung,
verfügt die Insel Gran Canaria über das Gesetz für
Naturzonen der Kanarischen Inseln, um den Schutz und die Erhaltung
der vorgeschlagenen Gebiete zu bewahren, was wiederum mit weiteren
gesetzlichen Rahmen staatlicher Merkmale vervollständigt
wird. In diesen Gebieten werden zudem die Programme für Gemeinschaftsentwicklung
Leader umgesetzt, um dort die Modalitäten für den Gebrauch
von natürlichen Ressourcen zu begünstigen, die mit der
Erhaltung kompatibel sind und erweitert werden könnten, da
sie an das Internationale Netz von Reservaten der Biosphäre
angeschlossen sind.
Quelle: Spanisches Fremdenverkehrsamt / pairola-media
(Erika Winterfeld)
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Reisebericht von airmuek-reiseberichte.de
Bei ITS haben wir 1 Woche Gran Canaria im Hotel Rondo in Playa
del Inglés gebucht. Geflogen sind wir mit LTU ab Düsseldorf
in 4,5 Std. bis Gando-Airport auf Gran Canaria. Die Zeitverschiebung
beträgt minus 1 Std.
Ein Shuttle-Bus hat uns dann in 30 Min. in das ca. 25 km entfernte
Playa del Inglés gebracht. Die Fahrt führt durch eine
eher öde Landschaft.
Das 3-Sterne-Hotel Rondo liegt mitten im Ort an
der Avenida Tirajana, bis zum Strand ist es ca. 1 km. Es handelt
sich in dieser Kategorie um ein ganz ordentliches halbkreisförmig
gebautes Haus mit 98 Zimmern, verteilt auf 5 Etagen. Die Zimmer
sind geräumig, haben einen Balkon und liegen z.T. zur Straße
(Lärm!), z.T. zum Pool hin. Da wir Halbpension gebucht hatten,
gab es nicht nur morgens ein umfangreiches Frühstücksbüfett,
sondern auch abends ein Büfett mit zahlreichen warmen und
kalten Speisen einschließlich frisch zubereiteter chinesischer
Gerichte - die Qualität war zumeist erfreulich.
Trotz der angenehmen Temperaturen um 23°C war unser Ziel weniger
ein Strandurlaub (Wassertemperatur 20°C), stattdessen wollten
wir die Insel kennen lernen. Deshalb haben wir bei Europcar für
5 Tage einen Mietwagen gebucht (Vollkasko € 150.-) und damit
Gran Canaria erkundet.
Man kann aber auch mit Linienbussen von Playa del Inglés
bzw. Las Palmas aus die meisten Punkte der Insel erreichen.
Die Südküste (Costa Canaria)
Am ersten Tag haben wir uns zunächst in Playa del Inglés
umgesehen. Es handelt sich um einen typischen, auf Massentourismus
ausgerichteten, Badeort. Grund sind der herrliche Sandstrand und
die sich über 4 km erstreckende imposante Dünenlandschaft
bis Maspalomas.
Playa del Inglés erlebt seit den 60er Jahren einen Bauboom.
Es entstand das größte Touristenzentrum auf Gran Canaria
mit über 20 großen Hotels, 250 Appartement-Anlagen
und 350 Lokalen und Restaurants sowie große - auf Massentourismus
ausgerichtete - Einkaufszentren wie Yumbo, Kasbah oder Cita. Eine
Tourist- Information gibt es am Yumbo-Center.
High life ist in Playa del Inglés rund um die Uhr angesagt.
Unser Eindruck: hier wird man mehr als Tourist und weniger als
Gast willkommen geheißen!
Das sieht schon anders in den Nachbarorten San Augustin (nordöstlich)
und Maspalomas (westlich) aus, wo zwar an den Stränden auch
mit Massenandrang zu rechnen ist. In den Orten geht es aber ruhiger
und gepflegter zu.
Maspalomas liegt etwa 5 km von Playa del Ingles entfernt. Neben
Appartementanlagen gibt es große Hotels (u.a. Oasis, Palm
Beach, Maspalomas, Meloneras), viel Grün, gepflegte Cafés
an der Promenade und Einkaufsmöglichkeiten für gehobene
Ansprüche. Auch eine 18-Loch-Golfanlage gehört zum Ort.
Geprägt wird das Stadtbild von einem riesigen Kongress-Zentrum.
Der 1890 fertiggestellte Faro (Leuchtturm) ist 60 m hoch, kann
bestiegen werden und bietet eine herrliche Aussicht. Der Strand
ist feinsandig und geht in die weitläufige Dünenlandschaft
über.
Die Westküste
Am nächsten Tag haben wir die Westküste erkundet. Von
Playa del Inglés auf der Autobahn GC1 kommend mündet
diese direkt in die Küstenstraße C812 ein. Von jetzt
an ist Kurven- und Serpentinenfahren angesagt. Die Landschaft
ist jetzt i.W. durch Steilküsten geprägt, die Küstenorte
werden immer kleiner und beschaulicher (wenn auch viele Appartementanlagen
in die Felsen hineingebaut wurden), der Strand ist sandig, später
steinig.
Zunächst erreichen wir Puerto Rico. Vor 40 Jahren noch ein
kleines Fischerdorf, ist es heute mit seinem Hafen das Zentrum
der Segler schlechthin. Es werden aber auch Segeltörns für
jedermann angeboten.
Viel schöner ist das ca. 10 km weiter westlich gelegene Puerto
de Mogán., wo traditioneller Fischfang und moderner Individualtourismus
eine harmonische Symbiose eingegangen sind. Es gibt ein Hafenbecken,
wo man noch zuschauen kann, wie die Fischer ihre kreisrunden Fischreusen
reparieren. Es schließt sich ein kleiner Segelhafen mit
einer schmucken Promenade und schönen blumengeschmückten
alten Häuschen an, in denen sich Cafés, Bars oder
Restaurants befinden. Auch der Ortskern, der z.T. von kleinen
Kanälen durchzogen ist, lohnt einen Bummel. Richtung Meer
ist eine Anlegestelle für Hochseejachten entstanden.
Nach einer Erholungspause bei einem leckeren Capuccino im Café
Mogán geht es nun in den "wilden Westen" mit
Erhebungen bis 1.000 m Richtung Mogán. Die Fahrt auf der
C810 führt durch den Barranco (Schlucht) hinauf, die Landschaft
wird immer verwegener und insbesondere bei Los Azulejos sollte
man an den Aussichtspunkten eine Pause einlegen, um die herrlichen
grüngefärbten Gesteinsformationen zu bewundern. Der
gesamte Westen wurde - Gott sei Dank! - zum Naturschutzgebiet
erklärt, so dass die herrliche Landschaft (außer den
Sünden beim Straßenbau) noch weitgehend intakt ist.
Hat man schließlich San Nicolás erreicht, öffnet
sich ein breites landwirtschaftlich genutztes Tal. Es werden überwiegend
Tomaten angebaut. Nun geht die Fahrt wieder in Küstennähe
weiter bis Agaete. Kurz vor Gáldar haben wir einen Abstecher
nach Puerto de las Nieves gemacht.
Tipp: Diesen Umweg sollten sie unbedingt einplanen. Nicht nur
weil hier ein Wahrzeichen von Gran Canaria zu sehen ist, der "Finger
Gottes" (Dedo de Dios) - ein ca. 30 m aus dem Meer ragender
schlanker Felsen. Am Hafen kann man in den Fischrestaurants hervorragenden
und wirklich frischen Fisch zu annehmbaren Preisen essen !!!
Um nicht denselben Weg zurückzufahren, sind wir bei Gáldar
auf die Autobahn und waren dann in gut einer Stunde wieder in
Playa del Inglés. Bei der Inselumrundung haben wir ca.
200 km zurückgelegt.
Las Palmas
Die Inselhauptstadt war uns zwei Tage wert - ob sie es wert waren,
ist eine andere Frage ...
Die Autofahrt von Playa del Inglés über die Autobahn
bis Las Palmas dauert ca. 30 Minuten (Abfahrt Vegueta).
Mit ca. 400.000 Einwohnern ist Las Palmas die bei weitem größte
Stadt der Kanaren und achtgrößte Stadt Spaniens. Gegründet
wurde sie 1477 durch den Spanier Rejón. Las Palmas entwickelte
sich zum Handelsplatz für Zuckerrohr und Sklaven. Seit 1927
ist Las Palmas Hauptstadt der Kanaren, wurde zu einem touristischen
Ziel und ist heute ein Dienstleistungszentrum.
Eine organisch gewachsene Stadt im herkömmlichen Sinne stellt
Las Palmas nicht dar, eher eine 12 Kilometer an der Nordostküste
langgestreckte Besiedlung, die durch die Autobahn und Schnellstraßen
zerschnitten wird ...
Ansehen sollte man sich die z.T. aus dem 15. Jh. stammende Altstadt
Vegueta mit der Catedral de Santa Ana, die Ende des 19. Jhs. vollendet
wurde. Mit dem Fahrstuhl kann man auf den Turm fahren (€
1.50) und hat einen schönen Rundblick auf Las Palmas. Vor
der Kathedrale befindet sich auch der Hauptplatz Plaza Santa Ana
mit dem Rathaus, anderen Prachtbauten und Skulpturen von Hunden
(nach denen Gran Canaria benannt sein soll). Sehenswert ist auch
das Kolumbushaus Casa de Colon (ursprünglich der Gouverneurspalast)
hinter der Kathedrale - ob Kolumbus allerdings je auf Gran Canaria
gewesen ist, bleibt zweifelhaft. Das in einem schönen Gebäude
untergebrachte Kolumbus-Museum dokumentiert anschaulich die Expeditionen
von Kolumbus. Ansonsten sollte man in der Altstadt einfach bummeln,
zu sehen gibt es genug.
Jenseits einer Schnellstraße schließt sich an die
Altstadt das Viertel Triana an (benannt nach einem Stadtteil von
Sevilla, weil früher Andalusier hierhin ausgewandert sind).
Zuerst gelangt man zum Plaza Cairasco, an dem sich das prächtige
Gebäude Gabineto Literario mit einem imposanten Treppenaufgang
und die Iglesia San Francisco befinden. Geht man von dem Platz
eine Querstraße rechts ab, stößt man auf die
Calle Mayor de Triana, die Hauptgeschäfts- und Flanierstraße
von Las Palmas. Sie mündet in den Parque San Telmo mit riesigen
Gummibäumen.
Wenig attraktiv ist das nördlich gelegene Hafenviertel, einen
Abstecher kann man hier zu der Festung Castillo de la Luz machen,
die im 16. Jh. erbaut wurde und vor Piratenüberfällen
schützen sollte. Der Mercado del Puerto zeigt zwar, was auf
Gran Canaria an Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Gemüse
so verkauft wird, ist aber nicht so attraktiv wie z.B. in Palma
auf Mallorca. Wir sind dann zum Parque Santa Catalina weitergegangen,
dem größten Platz von Las Palmas (hier befindet sich
auch das Parkhaus Elder, wo wir unser Auto abgestellt haben).
Von hier ist es nicht weit zur Av. de Mesa y Lopéz, an
der das größte Kaufhaus der Stadt, das El Corte Inglés,
liegt.
Ein schöner Abschluss eines Besuchs von Las Palmas ist aber
auf jeden Fall ein Aufenthalt an der Playa de las Canteras. Der
kilometerlange Strand mit goldgelbem Sand lädt zum Baden
oder Verweilen förmlich ein, zumal die Brandung des Atlantik
durch ein Riff abgehalten wird. An der Promenade befinden sich
zahlreiche Cafés und Restaurants.
Weg von der Küste
Wer nicht nur das Strandleben auf Gran Canaria genießen
will, der wird von der landschaftlichen Schönheit der Insel
begeistert sein, sobald er ins Landesinnere kommt!
Von Norden
Fährt man auf der Autobahn GC2 von Las Palmas aus westwärts,
haben wir die Abfahrt nach Arucas gewählt. Mit 30.000 Einwohnern
ist es die drittgrößte Stadt der Insel. Sie liegt am
Fuße des Berges Montana de Arucas (402 m). In früheren
Jahren führte intensive Landwirtschaft (Zuckerrohr, Bananen)
zu großem Reichtum. Davon zeugt heute noch die aus schwarzem
Lava errichtete Kirche Iglesia de San Juan Bautista, deren Bau
1909 begonnen wurde. Auch ein Bummel durch die Altstadt lohnt.
- Mit dem Auto kann man eine schmale Straße den Berg hinauf
fahren und wird durch eine schöne Aussicht auf Arucas und
bis nach Las Palmas belohnt.
Von Arucas führt eine serpentinenreiche Strecke durch eine
blühende Berglandschaft bis nach Teror. In der Stadt leben
11.000 Menschen. Die Häuser stellen ein schönes Beispiel
kanarischer Baukunst dar - sie sind weiß-gelb getüncht
und haben reich verzierte Holzbalkons. In der Basilika de Nuestra
Senora del Pino steht auf dem Altar eine Figur der Schutzpatronin
Gran Canarias "Virgin del Pino". Die Heilige Jungfrau
von der Kiefer soll 1481 Bewohnern dieser Gegend in einer Baumkrone
erschienen sein.
In Teror und im naheliegenden Firgas werden die bekanntesten Mineralwasser
der Insel produziert. Und in Teror kann man auch ganz gut und
nicht zu teuer Souvenirs einkaufen.
Hinweis: Die Frau des südamerikanischen Freiheitshelden Simón
Bolivar stammte aus Teror.
Von Süden
Noch mehr wird man von der herrlichen Landschaft beeindruckt sein,
wenn man von Playa del Inglés Richtung Fataga ins Inselinnere
fährt. Die Fahrt geht in eine zerklüftete Landschaft.
Hinter sich hat man einen schönen Blick auf die Südküste,
vor sich mit Palmen bewachsene Barrancos und felsige Bergrücken.
Nicht zu Unrecht spricht man vom "Gewitter aus Stein",
das in 16 Mill. Jahren entstanden ist. Früher von Kiefernwäldern
bedeckt, findet man heute Kakteen und viele blühende Pflanzen
vor. Immer wieder gibt es Aussichtsplattformen (Miradors), um
den Blick zu genießen und Photos zu schießen.
Zuerst erreicht man das Freilichtmuseum Mundo Aborigen, das das
Leben der Ureinwohner der Kanaren - die Guanchen - dokumentiert.
(Wegen der € 12.- Eintritt haben wir uns das nicht angetan.
Den Höhlenwohnungen der Guanchen begegnet man unterwegs immer
wieder und ansonsten findet man viel über deren Kultur im
Museo Canario in Las Palmas. Die Guanchen waren off. Berber, die
von der Sahara um 500v.Chr. hierhin gekommen sind ). Im Barranco
de Fataga kann man - wenn man denn will - auf Kamelen reiten.
Fataga selbst ist ein hübsches kleines Bergdorf und bietet
sich als erster Zwischenstopp an. Weiter geht dann die Tour über
San Bartolomé bis zum Heiligen Berg und Wahrzeichen der
Gran Canarier, dem Roque Nubio. Es handelt sich um einen 1.813
m hohen Felsen, den man vom Parkplatz aus über einen Fußqweg
erreicht. Ein Abstecher zum Roque Bentaiga und nach Tejeda - dem
Bergdorf, nach dem die gesamte Zentralregion benannt ist - lohnt
weniger. Dafür hat man - gute Sicht vorausgesetzt - einen
Blick bis Teneriffa und kann den 3.700 m hohen Teide gut erkennen.
In Tejeda soll es übrigens sonntags einen sehenswerten Markt
geben.
Um nicht dieselbe Strecke zurückzufahren, sind wir über
San Bartolomé nach Santa Lucia gefahren. Ebenfalls ein
hübscher Ort, wo wir unseren Nachmittags-Kaffee genossen
und alle Eindrücke verarbeitet haben. Danach ging die Fahrt
in die Ebene hinunter und über die Autobahn nach Playa del
Inglés zurück.
Zum Schluss einige Hinweise:
Gefahren wird auf Gran Canaria i.W. ganz zivilisiert. Statt Kreuzungen
gibt es in der Regel Kreisverkehr.
Die Beschilderung an den Straßen ist z.T. gut, z.T. verwirrend,
z.T. fehlt sie auch.
Wasser ist knapp. Leitungswasser sollte man nicht trinken.
In Las Palmas (aber auch in Playa del Inglés) sollte man
auf seine Wertsachen aufpassen.
Quelle: airmuek-reiseberichte.de