Der
Weg zum Parque Nacional de la Caldera de Taburiente auf
La Palma
Die
Caldera de Taburiente ist ein großer Naturkessel
auf der Kanaren-Insel La Palma. Die Caldera de Taburiente
wurde 1954 zum Nationalpark erklärt, dem Parque Nacional
de la Caldera de Taburiente. In diesem Nationalpark gibt
es viel Nadelwäder die zum Wandern einladen.
Das
Herz des Nationalparks bildet die Caldera de Taburiente,
ein riesiger Kessel mit einem Umfang von 28 Kilometern
und einem Durchmesser von 8 Kilometern. Die Wände
der Caldera erreichen eine Höhe von über 2.000
Meter, höchste Erhebung des Kraterrandes ist der
Roque de los Muchachos (2.426 Meter ü. NN), auf dem
sich das Roque de los Muchachos Observatorium befindet.
Zum Kesselgrund hin fallen die Ränder der Caldera
bis zu 1.707 Meter steil ab[1], lediglich nach Südwesten
hin durchbricht der Barranco de las Angustias die hufeisenförmige
Caldera. Diese Schlucht der Todesängste bildet den
natürlichen Abfluss des in der Caldera entspringenden
Quellwassers. Für die Urbewohner La Palmas war der
Barranco de las Angustias die letzte Zufluchtsstätte
während der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert.
Zwischen den Barrancos Almendro Amargo und Rivanceras
verläuft ein Bergkamm, von dem der fast hundert Meter
hohe Roque Idafe aufragt. Bei der Felsnadel handelt es
sich um einen Monolithen aus Basalt, der für die
palmerischen Urbewohner (den Auritas) eine besondere Bedeutung
hatte. Hier wurden laut detaillierten Aufzeichnungen der
Auritas Opfer in Form von Eingeweiden der Opfertiere dargebracht,
denn sie befürchteten, der Fels könne umstürzen,
was ein fürchterliches Unglück über die
gesamte damalige Gemarkung gebracht hätte. Trotz
dieser detaillierten schriftlichen Überlieferungen
sind keine Funde zu Tage getreten, die auf eine ständige
Besiedlung der Gegend um Idafe hinweisen. Tatsache ist
aber auch, dass in dieser Gegend häufig Erdrutsche
aufgetreten sind, und der Roque Idafe damals vielleicht
als Stütze zwischen Himmel und Erde angesehen wurde.
Bis zu einer Höhe von etwa 1.000 Metern findet ma
beispielsweise Agaven und Opuntien, sowie die Kanarische
Dattelpalme (Phoenix canariensis) und der Kanarische Drachenbaum
(Dracaena draco). Über etwa 1.000 Höhenmetern
bedeckt ein lichter Kiefernwald den Kraterkessel. Die
extrem langen Nadeln der Kanarischen Kiefer (Pinus canariensis)
sind optimal für die Wasseraufnahme aus der feuchtigkeitsreichen
Luft entwickelt. In dieser Zone trifft man auch auf den
Riesen-Natternkopf (Echium pininana)[2]. Oberhalb der
Kiefernwaldgrenze, ab etwa 2.000 Metern Höhe, trifft
man auf eine subalpine Vegetation. Vorherrschende Pflanze
ist Codesco, eine Ginsterart. Die Sträucher werden
bis zu einem Meter hoch.