Die
Villa Winter in Cofete ist ein schönes Beispiel für
Mythen und Legenden. Unweit der Stadt Cofete hat sich der Deutsche
Gustav Winter ein Feriendomizil für sich und seine Familie
bauen lassen. Das Haus sollte 2 Etagen hoch sein und wurde an
einem Hang mit Blick auf das Meer gebaut. Es ist massiv und sehr
beeindruckend. In nordöstlicher Richtung gibt es einen Turm,
von dem man bis heute nicht weiss wofür er gebaut wurde.
Seine Funktion ist trotz aller Spekulationen bis heute nicht geklärt
worden. Der Villa Winter sieht man von außen schon seine
robuste Bauweise an. Am und im Haus gibt es riesige Rundbögen
und die Treppen werden von schön ausgearbeiteten Holzgeländer
geführt. Wenn man die Villa betritt dann sieht man als erstes
den großen Innenhof. Es fällt auf, das Don Gustavo,
wie Gustav Winter unter den Einheimischen genannt wurde über
jede Menge Geld verfügt. Und da fangen die Spekulationen
schon an. Es heißt, Gustav Winter habe die Villa auch für
seine Freunde aus dem 3. Reich gebaut. Winter ist in dieser Zeit
auch bereits als Agent der Deutschen Abwehr in Spanien tätig.
Die
Legende sagt, das einheimische Arbeiter vom großzügigen
deutschen Bauherrn Don Gustavo nach Cofete gebracht wurden um
unter strengster Geheimhaltung zu arbeiten, mußten aber
jeden Abend das Gebiet wieder verlassen. Die gesamte Halbinsel
Jandia wurde zur Speerzone erklärt. Es wird vermutet das
nicht nur Einheimische Arbeiter sondern auch deutsche Hilfskräfte
für den Bau der Villa Winter eingesetzt wurden. Wozu die
Villa letzendlich diente oder später dienen sollte ist bis
heute ungeklärt. Es heist, der Turm wurde als Peilpunkt für
U-Boote oder Flugzeuge benutzt. Ganz in der Nähe gab es auch
einen kleinen Flughafen, dessen Landebahn heute noch zu sehen
ist. Wozu diente nun die Errichtung der Villa. Man weiss es nicht.
Es wird vermutet das sich unter der Villa ein Höhlensystem
befindet. Es ist auch möglich, dass Gustav Winter die Villa,
die auch wo anders hätte stehen können als dort, wo
sie steht, auf eine bereits bestehende Grotte gebaut hatte. Was
auf keinem Fall der Wahrheit entspricht, ist die Vermutung das
es eine unterirdische Verbindung zum Meergibt . Wer diese Küste
kennt, weiß, daß sie in und um Cofete zu flach ins
Meer abfällt.

Um
die Villa Winter bei Cofete auf Fuerteventura zu erreichen muß
man schon gut zu Fuß sein oder einen Geländewagen haben.
Versuchen Sie es erst gar nicht mit einem kleinen PKW. Sie tun
sich und dem Wagen damit keinen Gefallen. Einige Reiseführer
beschreiben zwar die Route über das an der Westküste
liegende Jandia-Massiv bis zu den Stränden von Barlovento.
Aber keiner erwähnt das Sie einen Geländewagen haben
sollten.
Die
Westküste von Fuerteventura ist nichts für Rucksacktouristen.
Sie sollten wirklich gut zu Fuß sein und ein vernünftiges
Schuhwerk ist ein absolutes muß. Wer hierher will, der will
Einsamkeit, Natur und Unberührtheit.