
Die
Kanareninsel Fuerteventura besuchen, bedeutet sich auf eine andere
Welt einlassen. Hier gibt es Strände, so weiß wie der
Strand in der Karibik. Felsformationen und einsame Buchten die
man am sichersten nur mit einem Jeep erreichen kann. Die Landschaften
der Kanareninsel Fuerteventura liegen im Wechsel mit ebenen, sandigen
und steinigen Flächen und den Hügeln mit seinen Barrancos.
Und trotzdem war Fuerteventura früher eine einzige riesige
Kornkammer, die die ganzen Kanarischen Inseln versorgte. Und überall
sieht man auf Fuerteventura die Windmühlen. Als Nachweis
des früheren Wohlstandes trifft man überall auf Windmühlen.
Man nannte die Kanareninsel Fuerteventura früher auch die
Insel der starken Winde. Die ersten Getreidemühlen wurden
sogar noch mit der Hand betrieben. Aber man brauchte immer mehr
Getreide. So wurden die Mühlen auch immer größer
und man baute nur noch Mühlen die vom Wind angetieben wurden.
Das sind die heute noch zu sehenden Windmühlen auf der Kanareninsel
Fuerteventura.

Ohne
Wasser für die Felder hätte der ganze Getreideanbau
nie funktioniert. Also muß es früher wesentlich mehr
geregnet haben. Das Wasser wird heute zum Teil mit Schiffen eingeführt
und einige Entsalzungsanlagen ergänzen den Rest des zu gebrauchenden
Wassers. Man hat heute einige der alten Windmühlen restauriert.
In dem Dorf Tiscamanita wurde ein Mühlenmuseum gebaut. Hier
kann man noch die vergangenen Zeiten studieren. Das Herstellen
von Mühlsteinen war auch so eine Sache für sich. Man
benötigte dafür hochspezialisierte Steinmetze. In dem
Ort Lajares auf Fuerteventura haben diese Spezialisten früher
Mühlsteine hergestellt. Die Umgebung von Antigua, wo früher
die meisten Windmühlen standen, war das Zentrum der Kornkammer
der Kanaren. Aber diese Zeiten sind heute vorbei. Was früher
mühsam selbst hergestellt wird, das übernehmen heute
große Getreidemühlen.