Auf
alten Caminos durch die Lorbeerwälder der Monte del Agua
Die Wanderroute: Los Silos - Bco. de Bucaron
- Erjos - Bco. de Cuevas Negras - Los Silos
Ausgangspunkt: Kirche an der Hauptstraße
im Ortszentrum von Los Silos, 109 m (Haltestellen der Buslinien
107/363/365).
Gehzeiten: Los Silos - Kammhöhe mit
verfallenen Häusern 1 Std., Weiterweg bis Las Moradas 1 Std.,
Weiterweg nach Erjos 1 ½ Std., Erjos - Las Cuevas Negras
knapp 1 Std., Las Cuevas Negras - Los Silos gut ¾ Std.;
Gesamtzeit 5 ½ Std.
Höhenunterschied: etwa 950 m.
Anforderungen: Insgesamt anstrengende,
dennoch aber meist gemütliche Wanderung auf schönen
alten Caminos und Forststraßen.
Einkehr: Bar in Los Silos und Erjos
Variante: Weiterweg ab ICONA - Steinsäule Las Moradas nach
Las Portelas: rechts weiter auf dem Fahrweg Richtung "Calabacera"
(Tafel). Er mündet an einer Schranke in eine breite Pistenstraße
(ICONA-Steinsäule La Calabacera), die links nach Erjos und
rechts (immer auf der Piste) nach Las Portelas führt (1 Std.
ab Las Moradas, Haltestellen der Buslinie 355/366).
Die
Nebelurwälder der Monte del Agua oberhalb von Los Silos zählen
zu den ursprünglichsten der Insel. Wunderschöne alte
Caminos und schattige Forstwege erschließen dieses waldreichste
Gebiet des Teno-Gebirges für den Wanderer.
Wem die Wanderung von Los Silos nach Erjos und wieder hinab nach
Los Silos zu anstrengend ist, der kann auch erst in Erjos in den
Wanderweg einsteigen - damit verkürzt sich die Tour auf nicht
einmal 2 Std., und dennoch verpasst man nur wenig von den schönsten
Eindrücken der Wanderung.
Rechts an der Kirche von Los Silos vorbei führt ein Sträßchen
auf die Berge zu, die Calle Susana. Nach etwa 200 m erreichen
wir an einer kleinen Brücke die ICONA-Steinsäule Los
Avadepos - hier rechts auf dem Fahrweg am Bachbett entlang weiter.
Nach etwa 100 m zweigt links, weiter am Bachbett entlang, ein
Pfad ab, der leicht ansteigend zum Barranco de Bucaron führt.
Dort geht er in einen schönen Pflasterweg über, der
bald einen abgedeckten Wasserkanal kreuzt um kurz darauf über
eine Brücke auf die linke Talseite wechselt.
5 min. später, wir haben einen Wasserkanal überquert,
wechselt der Camino wieder auf die rechte Seite des Tales, dass
sich nun allmählich weitet. Nach einigen Minuten verzweigt
sich der Weg, hier rechts weiter in einer Schleife bergauf, zurück
zum Bachbett.
Auf der Kammhöhe links des Tales tauchen nun ein paar verfallene
Steinhäuser auf, zu denen der Camino durch Brombeergestrüpp
hinüber führt. Von dort genießen wir einen schönen
Blick hinab in den tiefen wild zerklüfteten Barranco de los
Cochinos. Der Pfad steigt an den Häusern vorbei weiter an
und wechselt dann nach links in den Hang über den Barranco
de los Cochinos.
Nach
einer ¼ Std. kommen wir rechts an einem zerfallenen, von
Brombeergestrüpp überwucherten Anwesen vorbei. In der
Folge gehen wir ein Seitental aus, das wir wieder links haltend
verlassen. Der Pfad tritt nun in lichten Lorbeer- und Baumheidewald
ein. Nach etwa 20 min. nach dem verfallenen Anwesen gesellen sich
auch Kiefern an den Wegesrand.
Knapp 10 min. später, der Mischwald wird nun dichter, Brombeeren
rankeln sich von den Bäumen herab, gabelt sich der Weg (links
geht es hinab zu einer Galleria im Grund der Cochinos-Schlucht,
ca. 510 m, ein sehr lohnender Abstecher für Botanik interessierte;
1 Std. hin und zurück).
Rechts leicht bergan erreichen wir nach wenigen Minuten eine weitere
Verzweigung - hier abermals rechts, im Taleinschnitt hinauf. Wenige
Minuten später mündet der Weg in eine Forststraße
(ICONA-Steinsäule Las Moradas, 735 m). Rechts kann man die
Wanderung in Richtung Las Portelas fortsetzen, wir aber wenden
uns nach links.
Nach 5 min. kommen wir an einem zerfallenen Gebäude vorbei.
Wenige Minuten später führt die Forststraße durch
einen kleinen Taleinschnitt. Hier zweigt rechts ein deutlich markierter
Pfad ab. Dieser mündet nach wenigen Minuten in einen quer
verlaufenden Weg, dem wir nach links folgen. Er zieht etwa 5 min.
höhehaltend durch den Hang, anschließend führt
er hinauf zu einer breiten Pistenstrapen (ICONA -_Steinsäule),
die wir nach etwa 20 min. Anstieg erreichen.
Auf dieser links weiter in Richtung "Las Rosas" . Nach
einer ¼ Std. zweigen in einer Linkskurve links eine Forststraße
(Schranke) und rechts ein Pfad ab - wir gehen aber gerade aus
weiter. ½ Std. später lichtet sich der Wald - vor
uns sehen wir bereits das Dorf Erjos. In der nächsten Rechtskurve
(ICONA-Steinsäule Las Rosas) zweigt links ein Weg ab, der
die weite Schleife der Piste abkürzt.
Nach
10 min., zwischen den ersten Häusern, treffen wir auf die
ICONA-Steinsäule PIE de Erjos und wenden uns nun gerade aus
Richtung "El Cuente" . Sogleich erreichen wir den Kirchplatz
von Erjos - hinter der Kirche, an der Hauptstraße, steht
das Bushäuschen (Haltestellen der Buslinien 325 und 460).
Vom Kirchtor gehen wir nun wieder gerade aus am Kirchplatz vorbei
zurück zur ICONA-Steinsäule PIE de Erjos und halten
dort rechts mit der Tafel "Barbuzano" hinab.
Beim letzten Haus der Zeile biegt links von der Asphaltstraße
ein Camino ab, der in Serpentinen in den Barranco de Cuevas Negras
hinab führt. Wir verbleiben stets auf dem Hauptweg, der auf
der rechten Talseite dahinführt - zwischendurch geht er in
einen Feldweg über. Er wird begleitet von einem Wasserrohr,
das den verfallenen Wasserkanal abgelöst hat. 20 min. nach
Erjos lassen wir die verwilderten Gartenterrassen des Ortes hinter
uns und treten in lichten Buschwald ein. Der breite, von bemoosten
Steinen eingefasste Camino durch den Wald zählt zu den schönsten
des Teno Gebirges.
Nach 10 min. sehen wir links des Weges ein verstecktes Häuschen,
gut 10 min. später - wir befinden uns mittlerweile auf der
linken Talseite kommen wir an einem Gehöft und an verwilderten
Gärten vorbei. Auf der anderen Hangseite sehen wir dann weitere
Häuser. Unterhalb von ihnen wechselt der Camino wieder auf
die rechte Talseite und führt dort durch das Dorf Las Cuevas
Negras - die meisten Häuser sind dem Verfall preisgegeben,
nur manche sind von Aussteigern bewohnt.
In der Dorfmitte, an der ICONA-Steinsäule Barbusano, zweigt
rechts ein verwachsener Pfad Richtung Lomo Morin ab, wir aber
gehen weiter gerade aus weiter hinab.
Die
Schlucht wird nun immer imposanter: Der Camino senkt sich unter
einer überhängenden, mächtig zerfurchten Felswand
recht steil ab, riesige Wolfsmichgewächse stehen am Wegrand.
Vor uns sehen wir bereits Los Silos.
Nach gut 20 min. ist der Grund des Barrancos mit ersten Häusern
erreicht - nach links zweigt der mächtige Barranco de los
Cochinos ab. Es empfängt uns ein richtiges kleines Paradies:
Zwischen üppigen Gärten mit Orangen-, Mandel-, Feigen-,Mispelbäumen
und Palmen, später auch Bananenplantagen setzt sich talauswärts
ein Fahrweg fort, der schon bald über eine Brücke auf
die rechte Talseite wechselt. Er steigt nun ein kurzes Stück
leicht an und entfernt sich an einem Haus vom Bachbett.
Noch vor diesem Haus steigen wir links in das Bachbett ab und
gelangen auf der anderen Seite auf einem Fahrweg (Calle Susana),
der uns zum Hauptplatz von Los Silos zurück bringt.